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fair-trade

Fair-trade Sheabutter

Schon viele Jahrzente lang kennt Philippe Monmarche von der BIONAT CONSULT den Anbau und die Märkte für Shea Butter in Westafrika sehr gut. In den 70er und 80er Jahren arbeitete er für die PUND, eine Entwicklungshilfe Organisationen der UN, und bildete lokale Frauengruppen aus. Zusammen mit lokalen Partnern organisiert er den Import von fair gehandelter Shea Butter nach Europa und Amerika.

Motivation war die Beobachtung anderer fair-trade Shea Initiativen in der Region, deren Wirkung für die Menschen meist sehr beschränkt war.

Shea Nuts

Sheanüsse

Für Sheanüsse gibt es bislang keine Plantagen, so dass alle Sheabutter aus Wildsammlungen stammt. Andere Projekte bezahlen den sammelnden Frauen zwar bis zum 4 fachen des üblichen Marktpreises, bleiben wegen des geringen Volumens ohne große Wirkung für die Lebensumstände der breiten Masse der Bevölkerung. Das liegt daran, dass sich diese Projekte auf Sheabutter in BIO – Qualität beschränkt haben. Das klingt zwar erst mal sehr gut. Wenn man jedoch genauer hinschaut, offenbart sich die Problematik des in Europa überaus positiven, in der dritten Welt aber auch seine Schattseiten zeigenden BIO Gedankens.  

Um Sheabutter als BIO deklarieren zu können, ist nicht nur der Nachweis zu führen, dass diese frei von Pflanzenschutzmitteln und anderen schädlichen Substanzen ist (was BioNat übrigens auch für die hier angebotene konventionelle Sheabutter gewährleistet). Darüber hinaus sind umfangreiche Dokumentations- und Zertifizierungs-Pflichten zu erfüllen, die für die Ärmsten der Armen kaum leistbar sind. Kommt dazu dann noch eine ineffiziente Logistik, eine nicht professionelle Verwaltung und geringes Know How in der Vermarktung, bleibt es bei einem nur sehr geringen Handelsvolumen. Das Produkt Sheabutter, das in Afrika jeder kennt, fristet hier bei uns ein Nischendasein als hochpreisiges exotisches Kosmetikprodukt in einigen BIO Läden.

Die Mehrheit der Frauen in Westafrika, die weiterhin nur konventionelle Sheabutter produzieren, konnten so von diesen Programmen nicht profitieren. Sie blieben in den Fängen skrupelloser lokaler Händler. Armut und Kinderarbeit waren deshalb weiter an der Tagesordnung. In einem Land wie Ghana kann Bio – bei allem guten Willen – sehr unfair sein.

Frauen bei der Shea Butter HerstellungPhilippe ging deshalb einen anderen Weg. Zusammen mit seinen lokalen sozial engagierten Partnern hat er Vereinbarungen mit kleinen Gruppen von Frauen über die Lieferung von Sheabutter abgeschlossen. Das Volumen der Lieferung richtet sich nach dem, was die entsprechende Gruppe der Frauen zu leisten in der Lage ist,  die Bezahlung daran, was nötig ist, sich und ihre Familie gut zu ernähren und für die Kinder eine ordentliche Schule bezahlen zu können. Für die Frauen bedeutet das ein festes, regelmäßiges Einkommen. Für gute Qualität, vereinbarungsgemäße Lieferung und Zusatzaufgaben wie Verpackung, Verladung und Dokumentation gibt es Zusatzprämien. Nicht für größere Mengen! Die Frauen sind somit von den zum Teil heftigen Schwankungen der Weltmarktpreise abgekoppelt. Wichtig ist es auch, einen wirklich fairen Preis zu zahlen und vernünftige Mengen festzulegen. Zu hohe Preise können auch falsche Anreize setzen, die dann einer nachhaltigen Entwicklung entgegenstehen.  Zudem erfolgt die Zahlung im Vorhinein, damit auch Familien ohne Rücklagen von dem Programm  profitieren können. Alle notwendigen Mittel wie Ausrüstung, Verpackung und Schulungen zur Erreichung einer hohen Produktqualität werden kostenlos bereitgestellt.

Shea Butter Production

Sheabutter Produktion

Dahingegen sind die Prozesse bei BIONAT hoch effizient und schlank. Philippe hat sein ganzes Know How im professionellen Handel mit natürlichen Ingredienzien mit eingebracht. So konnten die Handelsmargen niedrig bleiben. Denn das Ziel war, fair erzeugte Sheabutter in relevanten Mengen und zu marktgängigen Preisen an die Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie zu vermarkten. Viele haben schon Sheabutter konsumiert ohne es zu wissen: Als Zutat zu Cremes oder der Glasur von Schokoladen Drops.

Dieses Modell funktioniert seit über 24 Jahren sehr gut und leistet einen relevanten Beitrag zur Bekämpfung der Armut. Mittlerweile erstreckt sich seine Initiative auf Ghana, Burkina Faso und die Elfenbeinküste. Mehr als 2.000 Frauen erhalten den entscheidenden Teil ihres Lebensunterhalts aus der Produktion unserer fair-shea Butter  und können so ihre Kinder gut ernähren und in eine Schule schicken!

Besonders stolz kann Philppe darauf sein, dass er schon lange vor dem Aufkommen von Mikrokrediten und ähnlichen Programmen erkannt hatte, dass der beste Hebel für die Entwicklung in Afrika darin liegt, Frauen den Aufbau einer nachhaltigen eigenen beruflichen Existenz zu ermöglichen.  

Die von der in Frankreich ansässigen BIONAT CONSULT (bei der Philippe einer der Partner ist) und  dem deutschen Internethänder l-carb-shop gegründete Initiative "fair-shea" möchte nun dabei helfen, den Markterfolg für Sheabutter nochmal auszuweiten, indem fair gehandelte Sheabutter jetzt direkt an den Endkunden vermarktet wird.


Gerade der besonders effiziente Onlinehandel bietet die Möglichkeit, die Produzenten in Afrika fair zu bezahlen und trotzdem dem Endkunden hier bei uns einen günstigen Preis anzubieten.

Vom Produkt Sheabutter sind wir so überzeugt, dass wir sicher sind, dass es den Weg in viele Kosmetikschränke und Handtaschen finden wird!    

Zu unserem Konzept gehört es deshalb auch, dass wir keine aufwändigen Marketing-Kampagnen fahren,  auf scheinbar attraktive Rabattaktionen verzichten und nur wenig Onlinewerbung schalten. Wir möchten mit einem tollen Produkt und einem auch für die Kunden fairen Preis überzeugen. Und hoffen dann, dass unsere Kunden auch mithelfen und uns weiterempfehlen.               

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